Begegnung mit dem Islam: Weisheiten aus der Risale-i Nur Sammlung

Der Mensch im Islam - Eine Entdeckungsreise - Teil 4

Season 3 Episode 4

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Gedanken aus der Risale-i Nur  Sammlung von Bediüzzaman Said Nursi.

Die Worte - Vierundzwanzigstes Wort - Fünfter Ast - Erste Frucht

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Musik © "Uyan Ey Gözlerim" Duet Guitar And Ney, Vol.1 by Eyüp Hamiş

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Wir sind weiterhin auf einer besonderen Reise, auf einer Entdeckungsreise, um mehr über uns zu erfahren, über den Menschen zu erfahren, uns als Mensch kennenzulernen, besser kennenzulernen. Und deswegen konzentrieren wir uns jetzt auf eine kleine Passage in der Rissa Alenur. Und wie gesagt, für mich ist die Irissa Alenur und ist immer gewesen ein wichtiger Zugang zum Koran, wichtiger Zugang zu mir selbst und hat mich wirklich näher zu Alla gebracht. Hat mich näher zu Allah gebracht und zu der Schöpfung zum Kosmos. Weil es einfach eine sehr tiefgehende, eine tiefgehende Begegnung ist mit sich selbst und mit dem Kosmos, mit dem Universum, dass man sich besser versteht. Und ich hatte ja bereits erwähnt, dass der Mensch das einzige Wesen im Universum ist, das ständig fragt, wo bin ich hergekommen? Warum bin ich hier? Was ist der Ziel, was ist der Sinn meines Lebens und wo gehe ich hin? Das sind so diese existenziellen Fragen, mit denen sich jeder eigentlich auseinandersetzt. Und da kann man auch ansetzen. Und ja, deswegen ist die Salino eine Einladung zur Introspektion, dass man in sich hereingeht und einfach mal pausiert, einfach mal innehält und sich fragt und sich fragt, warum bin ich hier? Was ist meine Aufgabe, was ist meine Mission in dieser Welt? Warum bin ich mit all diesen außergewöhnlichen, extraordinären Fähigkeiten ausgestattet, dieser Intelligenz, diesem Herz, diesem Körper, diesem Verstand, diesen Begabungen, diesen Talenten. Und wenn man diese Fragen beantwortet, wenn man auf diesem Weg ist, dem Weg des Suchenden, dann wird man inshallah mit Allahs Hilfe auch die Antworten finden. Aber man ist immer auf dieser Suche der Reife, der spirituellen Reife. Die meisten von uns, oder bis zu einem gewissen Alter ist man körperlich ausgereift und ab einem gewissen Alter haltet der Körper ja auch. Und man spürt seine Schwäche und man spürt, dass der man bekommt diese Signale vom Körper, dass man so langsam, langsam dem Ende nähert. Und deswegen ist es so wichtig, wenn man seine eigene Sterblichkeit, seine eigene menschliche Schwäche, seine eigene Fragilität realisiert, dass man auch dann erkennt, dass man nicht für alle Ewigkeit auf dieser Welt bleibt. Und dass man sich auch mit seiner Mortalität, mit seiner Sterblichkeit auseinandersetzt. Und bis zur Formoderne war es ein essentieller Bestandteil dieser Praxis, diese spirituelle Praxis, religiöse Praxis der Meditation über den Tod, über die Sterblichkeit. Die war Bestandteil von vielen religiösen und spirituellen Traditionen, was man auch im Latein Memento mori nennt, dass man sich dem Tod erinnert. Und nicht, dass man sich, nicht, dass man eine destruktive Furcht gegenüber dem Tod entwickelt, sondern dass man dem Tod, wie es in der Sale 0 heißt, mutig gegenübersteht und mutig ins Gesicht schaut und fragt, wenn ich sterben werde, oder wenn das die ultimative oder diese Realität ist, wie muss ich mich mit dem Tod auseinandersetzen oder wie muss ich mein Leben gestalten, damit es im Angesicht dieses Todes einen Sinn hat? Und was kann ich mit mir nehmen? Welche Dinge sind wirklich absolute Priorität im Leben? Und da antwortet der Tod natürlich in einer tiefgehenden Weise, in tiefgreifenden Weise, wie ich es selber erfahren habe. Das der Tod ist eine kreative Macht. Eine kreative Macht, und Allah erklärt ja im Koran dem Menschen, dass der Tod durch seinen Willen erschaffen wurde. Das heißt, der Tod ist erschaffen, der Tod ist eine kreative Macht. Sterblichkeit, Mortalität ist der göttliche Wille. Aber warum ist diese Sterblichkeit da? Und wie motiviert uns diese Sterblichkeit, mit dem Leben dann auch umzugehen, das Leben zu schätzen, das Leben zu würdigen, das Leben mit Ehre, Würde, mit Nobilität, mit Schönheit, mit Ästhetik zu leben, damit wir dann wirklich am Ende unseres Lebens sagen können, alles, mein Leben war es wert, mein Leben hatte eine Bedeutung. Das sind so die Fragen, die sich der Mensch stellt. Und wir sind auf dieser unendlichen Entdeckungsreise. Wir sind das Wunder, wir sind außergewöhnlich. Und heute wollte ich so eine kleine Passage aus dem Sal lesen, die mir ganz besonders nahesteht. Ich meine, jeden Morgen, bevor ich an den Tag herangehe, ist es ein Teil meiner spirituellen Disziplin, meiner spirituellen Praxis, dass ich so zwei, drei auf vier Seiten des Salynul lese, dass ich drei erstmal drei Seiten Koran lese, dann lese ich Joshan, das ist so dieses Gebetsbuch mit verschiedenen Gebeten und Duas dieser spirituellen Giganten, Imamshahnakshibend, Wasal-Kharani, diejenigen, die sich mit dem Joshan auskennen, ist es einfach eine schöne Sammlung dieser Gebete und dieser Segnung an den Propheten Frieden und Segen sein mit ihm. Und dann natürlich auch die Saale. Das sind so diese drei Aspekte meiner spirituellen Praxis. Und wenn man so diese spirituelle Disziplin hat, dann wird auch dieser spirituelle Muskel, dieser Muskel, wie sagt man, ja, dieser innere Muskel wird dann auch gestärkt. Das heißt, man kann dann an den Tag mit Frieden, mit Ruhe, mit Geduld rangehen, mit einer klaren Perspektive. Und wenn man das jeden Tag macht, wenn das so eine Praxis ist, wenn sich das so als Rhythmus etabliert, dann stärkt das dann auch die Seele und das Herz des Menschen. Und deswegen ist es mein bescheidener Rat, dass jeder so seine tägliche, ja so eine tägliche spirituelle Disziplin hat in seinem Leben, dass man jeden Tag mit einer frischen und starken Sichtweise herangeht, die einem dann hilft, durch den Tag hinweg all die Dinge zu meistern. Und dass es dann auch so, gibt einem so einen Rahmen. Und dass es auch so diese Absicht des Menschen. Ich möchte diesen Tag im Namen Allah gestalten. Ich möchte diesen Tag im Namen Allahs leben. Ich möchte diesem Tag Bedeutung schenken. Und der Koran ist da wirklich der größte Wegweiser, die größte Rechtleitung, die beste Navigation, die beste Offenbarung sein, Leben zu navigieren und zu verstehen. Weil der Koran nämlich über das Leben spricht, warum wir hier sind, was die Natur, was die Essenz dieses Lebens ist, dass wir wirklich hier nur für einer sehr, sehr kurzen Zeit da sind. Und dass man dann versucht, mit dieser guten und reinen Absicht seinen Tag zu gestalten. Und das hat mir echt immens geholfen. Deswegen ist das auch etwas, was präventiv ist. Islam ist eine Religion der Prävention, das heißt, bevor die Dinge eskalieren, bevor Dinge zu einer Krankheit heranreifen, dass man gewisse Dinge schon vorher etabliert, gewisse Praktiken, gewisse Übungen, die einem dann helfen, in harten Zeiten gewisse Prüfungen zu meistern und mit dieser inneren Stärke und dieser inneren Perspektive, gesunden Perspektive heranzugehen. Das heißt, diese tägliche Meditation, diese tägliche Reflexion über das Leben, über sich selbst, über den Schöpfer, über die Schöpfung, hilft einem dann, diese Haltung zu bewahren im Leben. Und wenn man mit Allah diese starke Bindung hat, wenn man verwurzelt ist in seiner Stärke, in seiner Weisheit, in seiner Barmherzigkeit, dann kann einen auch nicht, dann kann einen auch nicht zerstören oder irgendwie triggern oder verwirren. Das heißt, wenn man, und das sehen wir im Leben des Propheten HSM, er ist so standhaft im Angesicht von so vielen Prüfungen und harten Zeiten und Verlusten, aber man sieht an ihm diese Haltung dieses inneren Friedens, diese Haltung dieser inneren Resilienz und er ist dann halt nicht irgendwie getriggert von äußeren Ereignissen. Und als ein Mensch, der so viel Verlust und Folter und Exil und Verletzung erfahren hat, sieht man immer noch in seinem Herzen dieses Hekina, diesen Frieden, diese Standhaftigkeit, diese Ruhe. Und das ist genau das, wo man wirklich, wo man wirklich hin möchte. Das ist so dieses Ziel, dass man diese, was auch immer in der Welt passiert, dass man nicht irgendwie ein Sklave oder dass man nicht abhängig ist von den Ereignissen, die in der Welt passieren, dass das einen nicht so tief erschüttert, dass man immer noch nach Hause geht und die Menschen, die man liebt, mit Sanftmut und Geduld und Liebe und Barmherzigkeit, dass man ihnen so begegnen kann, das ist schon sehr bewundernswert. Und das sehen wir in dieser emotionalen Haltung des Propheten, das ist unser Vorbild, dass wir wirklich zu diesem inneren Frieden gelangen. Und wir sehen, dass er diese Disziplin hat, diese spirituellen Praktiken, die ihm helfen, die äußeren Ereignisse, die äußeren Prüfungen und Tragödien mit dieser inneren Stärke und dieser friedvollen Haltung zu begegnen. Dass man sich selbst kennenlernt, dass man verankert ist in Allah, dass man so verankert ist, dass man andere dann halten kann. Und dass man seine Familie, seine Kinder, seine Liebsten dann auch mit dieser inneren Haltung, dieser Verankerung auch, wie sagt man, umarmen kann. Und wie oft erfahren wir, wenn draußen etwas passiert außerhalb der Familie, dann kommt man nach Hause und man ist so unruhig und vielleicht sogar aggressiv und impulsiv. Aber das sehen wir nicht im Leben des Propheten Sassam. Das sehen wir überhaupt nicht. Er kommt nach Hause und um ihn herum ist, hat er diese Aura des Friedens, der Ruhe, der Sekina. Und das Geheimnis darin liegt, weil er wirklich verankert ist in seiner Beziehung mit Allah. Das ist so die Quelle seiner Stärke. Allah ist die Quelle seiner Stärke. Allah hat ihn so, haltet, wie sagt man, trägt ihn so stark und ist so seine Festung, dass nichts um den Propheten Saddam ihn erschüttern kann. Das finde ich einfach sehr, sehr, sehr bewundernswert und inspirierend. Und das ist so dieses Ziel, das man erreichen möchte, dass man sagt, ich bin frei, ich bin frei und unabhängig von all den Ereignissen, die einen erschüttern. Nicht desinteressiert, nicht im Sinne, dass man stolch ist oder dass man keine Emotionen zeigt, aber dass das einen nicht zerstört. Natürlich sollte man Barmherzigkeit ausdrücken und Liebe und Empathie und Sympathie mit dem Leid anderer. Aber auf der anderen Seite verändert das einen nicht negativ im Herzen. Das ist so dieser Unterschied hier. Und dieser Text befasst sich eigentlich damit, dass wir mit allem verbunden sind, weil in unserer Natur diese unendliche Liebe, diese unendliche Kraft, dieses unendliche Potenzial der Liebe ist von Allah in unser Herzen gelegt. Und wenn wir hier lesen, oh du meine selbstsüchtige Seele, oh du mein selbstsüchtiges Nefs, das heißt, Ystad Bid Usaman spricht zu sich selbst, das ist so ein ganz wichtiger Aspekt, der des Salinu, dass man versucht, sich selbst zu verändern, dass man zu sich selber spricht, zu seinem Ego, zu diesem Ego, diesem egozentrischen Selbst, das sagt, mir ist alles egal und solange es mir gut geht, wen kümmert es, wie es anderen geht? Also es gibt so diese Tendenz in uns, wo wir schon selbststüchtig handeln können oder fühlen können, denken können. Und da muss man halt immer sehr, ja, da muss man halt diese emotionale Intelligenz haben oder kultivieren, dass man immer achtsam ist in der Hinsicht, dass man immer den Schutz von Allah sucht, wie der Prophet Sallass hat immer Schutz in Allah gesucht, Zuflucht in Allah gesucht von diesen niedrigen Tendenzen und Impulsen im Menschen, die einen dazu anleiten können, zu sagen, es ist nicht mein Problem, es ist nicht meine Verantwortung, die Welt oder andere zu retten. Und dass man dann irgendwie egozentrisch handelt. Das ist so etwas, was jeder von uns ist mit einem NEVS, mit einem Ego, mit diesen Tendenzen geboren. Und das ist halt dieser größte Dschihad, diese größte Anstrengung, dass man versucht, das NEVs zu disziplinieren, mit Allahs Hilfe des NEFs oder dieses Ego zu erziehen. Und dass man nicht nur selber nicht nur mit sich selber beschäftigt ist, sondern auch als Mensch sich auch um das Leben anderer auch kümmert, um den Zustand anderer sich kümmert. Oder meine selbstsüchtige Seele oder mein weltanbetender Freund. Das heißt, Stadt Bedysermann hier ist natürlich, wir sehen in seinem Leben, dass er die Welt nicht angebetet hat, dass viele von uns, wenn ich ehrlich sein soll, wie oft oder wie viele Stunden ich der Welt widme und wie viele Stunden ich dem Jenseits widme, da überwiegt dann natürlich die weltlichen Interessen. Essen, trinken, shoppen, arbeiten. Und natürlich dürfen wir die Welt nicht verneinen, aber wir dürfen sie auch nicht in unserem Herzen tragen, dass wir halt die ganze Zeit nur weltliche Interessen haben, sondern diese Dinge, die wir als Segen erfahren haben von Allah, ob es jetzt Nahrung ist oder ob es jetzt ein guter Beruf ist oder ein schönes Haus ist, eine schöne Wohnung oder Kinder, dass wir all diese Gaben von Allah nicht als Ziele, sondern als Zugang zu den höheren heiligen Idealen und jenseits den höheren Idealen uns widmen, dass wir all diese Segensgaben als Zwecken und Mittel zu höheren Seelen benutzen und ansehen. Liebe Muhabbet or al-Muhabba. Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmos. Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmos. Das heißt, Allah hat diese Welt erschaffen. Oder dieser Kosmos, dieses Universum existiert, weil Allah es gewollt hat. Das heißt, wenn man etwas will, dann bedeutet das auch, dass man einen Wunsch für diesen Wunsch für diese Sache hatte. Das heißt, der Anlass für die Existenz dieses Kosmos war die Liebe Allahs. Das heißt, Allah wollte, es war sein Wille, sein Plan, sein Interesse, seine Liebe, dass dieses Universum existiert. Deswegen ist Liebe der Kern oder der Samen dieses Kosmos. Das heißt, Allah wollte, dass diese Welt existiert. Und jeder von uns ist eigentlich ein Ausdruck von Allah. Jeder von uns war eine Idee, ein Plan, ein Wunsch, ein liebevoller Interesse von Allah. Das heißt, jeder von uns wurde gewollt von Allah. Und das allein hebt den Menschen, das allein bedeutet schon so viel, dass jeder Mensch von Allah gewollt ist, dass man alleine das respektiert. Dieser Mensch ist auf dieser Erde, dieser Mensch existiert, dieser Mensch ist im Universum, weil Allah diesen Menschen wollte. Allah hat diesen Menschen geplant, gedacht, gewollt und kreiert und erschaffen und mit all diesen Fähigkeiten, Talenten und Begabungen ausgestattet. Jeder von uns ist insofern geehrt von Allah von uns ist allein von diesem Aspekt her schon gewürdigt. Jeder Mensch ist außergewöhnlich. Jeder Mensch ist ein Resultat von Allah Lie und Willen. Das ist sehr, sehr wichtig. Das heißt, ich brauche keine anderen Gründe mehr, um jemanden zu respektieren oder mich zu respektieren. Oder mich zu würdigen. Ich schaue in den Spiegel und schaue andere Menschen auf. Und ich kann sie als Menschen würdigen. Ich kann sie als Geschöpf Allah würdigen. Unabhängig von all den anderen Labels und Markers oder Aspekten der Identität. Was hier wichtig ist, dass jeder Mensch von Allah gewollt ist. Jeder Mensch war ein Teil von Allah Plan und ein Teil seines göttlichen Schöpfungsplans. Das heißt, man muss wirklich nur auf die Basis zurückgehen, auf diese fundamentalen Aspekte unserer Schöpfung. Und der Koran erklärt uns ja, wir wurden alle mit einer Seele ausgestattet, mit einem Ruch. Wir wurden alle versammelt vor Allah und wurden gefragt, bin ich denn nicht euer Herr? Bin ich denn nicht euer Rab? Und wir haben alle geantwortet, in der Tat, du bist unser Schöpfer. Das heißt, wir alle sind schon, wir sind alle schon ein Teil dieses göttlichen Bundes. Das heißt, wir alle haben diesen heiligen Vertrag bestätigt, wir haben alle diesen heiligen Vertrag anerkannt und wir haben uns gegenseitig auch anerkannt. Und das allein sagt schon viel aus, wenn Allah diesen Menschen gewollt hat, wenn Allah mich gewollt hat, kann ich dann jemals auf mich herabschauen und mich mit Unwürde behandeln? Kann ich mich jemals unehrenhaft verhalten? Oder andere unehrenhaft oder unwürdig behandeln? Kann ich mich selber ohne Grazie behandeln oder andere ohne Grazie oder Barmherzigkeit? Das heißt, allein dieser Satz hier, der sollte uns alles so ein bisschen zum Innehalten anregen und uns motivieren, uns selbst und andere immer mit Würde, mit Grazie, mit Respekt und mit Barmherzigkeit und mit Liebe zu behandeln. Das ist so wichtig hier, denn Liebe ist der Anlass für die Existenz dieses Kosmos. Das heißt, Allah wollte und Wille ist mit Liebe verbunden. Allah wurde nicht gezwungen, Hasha diesen Kosmos zu kreieren oder zu erschöpfen. Allah ist auch ein Ausdruck seiner Liebe. Das heißt, Allah hat dieses Universum gewollt, Allah hat diese Schöpfung gewollt, Allah liebt diese Schöpfung. Das bedeutet, dass auch wir jetzt aufgerufen sind, den Kosmos, und es vor allem die Menschen und alle Geschöpfe mit Würde und Respekt zu behandeln. Und das ist unabhängig von, wie die Menschen uns selbst behandeln. Ich kann die Handlungen und die Taten des Menschen verurteilen. Und wenn jemand ein schlechtes Verhalten an den Tag legt, kann ich das Verhalten verurteilen oder die Taten als ungerecht erklären. Aber der Mensch an sich ist immer noch mit dieser Würde ausgestattet. Und deswegen, wenn man an die Verfassung denkt, in vielen Ländern, die Würde des Menschen ist in der Tat unantastbar. Das heißt, wir sind aufgefordert, uns selbst und alle anderen mit dieser Würde zu behandeln. Nur aus dem einzigen Grund, weil wir Allah würdigen, weil wir Allah ehren, weil wir Allah lieben, weil wir Allah respektieren. Und unsere Liebe kommt zum Ausdruck, unsere Liebe zu ihm kommt zum Ausdruck dadurch, wie wir uns gegenseitig behandeln. Und das sehen wir auch wieder im Beispiel und Vorbild des Propheten Sassam, dass er immer in der Lage war, das zu differenzieren. Die Handlung des Menschen, aber auch alle anderen mit Würde behandelt hat, mit diesem Respekt begegnet ist. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Unterschied. Das heißt, die Person, das Individuum kann geehrt werden, kann gewürdigt werden, kann mit Gerechtigkeit behandelt werden, aber die Taten und die Handlungen, die kann man verurteilen und über die wird man dann auch Rechenschaft ablegen müssen. Das heißt, die Liebe ist das Band dieses Kosmos. Das heißt, wenn Allah diese Liebe erschaffen hat, wenn in allem Allas Wille reflektiert ist, dann muss man sein Bestes geben, dieses Band oder diese Bindung aufrechtzuhalten mit allen Menschen, mit allen Geschöpfen, dass man alles respektiert, dass man alles würdigt, dass man alles schätzt, dass man bescheiden und mit Demut auf diesem Planeten sich bewegt. Deswegen heißt es im Koran, dass diejenigen, die Allah lieben, mit Demut und Bescheiden auf dieser Erde sich bewegen und sich verhalten. Das heißt, dass man immer merkt, alles ist ein Ausdruck von Allah Liebe. Und mir fällt jetzt in dem Zusammenhang, in dem Zusammenhang auch fallen mir die Astronauten ein, die vor kurzem in der Artemis-Mission in das Universum geflogen sind. Und viele dieser Astronauten haben so bewegend über diese Mission gesprochen und haben, und einer von ihnen, ein gläubiger Christ, Mashallah, ein wunderbarer Mensch, hat darüber gesprochen, dass eigentlich das wirkliche Wunder ist die Erde. Als er aus dem All auf die Erde geblickt hat und wenn man so vergleicht die Erde mit all den anderen Planeten, Allah hat diese kleine Erde mit so vielen Wundern und so viel bemerkenswerten Wissen ausgestattet. Es ist unendlich. Und er hat diese Erde für den Menschen erschaffen. Für den Menschen. Der Mensch ist derjenige, der am meisten profitiert und Nutzen aus der Erde zieht. Und er hat dann auch kommentiert, dass wir denken, dass all oder dass es ein Wunder ist, dass die Astronauten in diesem Astronautenschiff, in diesem Universum fliegen, aber eigentlich das wirkliche Wunder ist die Erde. Und das hat mich echt sehr bewegt. Das stimmt, wenn man so die Erde mit all den anderen Planeten vergleicht. Die wunderschönen Berge hier, die Ozeane, die Blumen, die Bäume, die Vögel, die Luft, die Farben. Alles ist einfach nur außergewöhnlich, voller Wunder. Und man spürt diese Liebe, man geht raus in die Schöpfung, in die Natur und man fühlt diese Liebe. Alles ist in dieser Harmonie, in dieser Symphonie, alles ist miteinander verbunden. Wir haben über das Band des Kosmos gesprochen, aber es ist diese Liebe zu Allah, die die Geschöpfe miteinander verbindet. Kein Geschöpf überschreitet die Grenzen, die Allah auch verlegt hat. Da ist so viel Respekt und Würde und ja, man spürt das. Man spürt kein Chaos, man spürt keinen Kampf, keinen Konflikt im Universum. Die Planeten, die Galaxien, die Tiere, die Vögel, alles zusammen, wenn man das so mal ein bisschen näher beobachtet, alles harmoniert miteinander, alles ist in dieser kosmischen Geschwisterlichkeit miteinander verbunden. Und alles respektiert den Menschen und ist dem Menschen dienstbar gemacht worden. Das lernen wir auch durch den Koran, durch die heilige Offenbarung, dass Allah in seiner Liebe, in seiner Barmherzigkeit das Universum dem Menschen dienstbar gemacht hat. Der Mensch ist im Mittelpunkt des Universums. Und das sollte uns nicht irgendwie arrogant oder stolz machen. Stolz in einem positiven Sinne, in einer Haltung der Demut, dass man sagt, Allah hat mich geehrt. Allah nimmt mich wichtig. Ich bin das einzige Wesen, das dieses Universum studiert, erkennt, erfährt, das vollen Nutzen aus diesem Universum zieht. Allah hat mich mit, Allah hat mich so gewürdigt. Und dass man allein darin seinen Selbstwert erkennt. Man braucht nicht andere oder das Urteil von anderen, um sich wertzuschätzen. Allein das, wenn man darüber nachdenkt, wie viele verschiedene Arten von Früchten und Gemüsesorten der Mensch genießt. Und wie viel er darauf angewiesen ist, all diese Vitamine und all diese Mineralien. Das heißt, der ganze Kosmos wurde erschaffen für den Menschen. Der Mensch braucht Sonne, der Mensch braucht den Mond, der Mensch braucht Regen, der Mensch braucht die Wolken, der Mensch braucht die Erde in einer bestimmten Konsistenz, nicht zu weich, nicht zu hart. Der Mensch braucht Mineralien, der Mensch braucht die Ozeane, der Mensch braucht die Jahreszeiten, der Mensch braucht die Galaxien. Das heißt, für einen Menschen braucht man ein Universum. Der Mensch ist gleichgesetzt mit dem Universum. Das heißt, alles, was im Universum ist, ist auch in Miniform im Menschen. Und der Mensch hat daher diese innige Beziehung mit dem Kosmos. Der Mensch ist auf den Kosmos angewiesen, aber der Mensch hat auch eine innige Liebe für die Schöpfung. Und der Mensch ist dieses kleine Wesen, das in sich alles trägt? Der Mensch trägt in sich alles, was draußen im Universum ist. Die Vitamine, Vitamin D, Vitamin B, Vitamin A, das Sonnenlicht, der ist auf das Sonnenlicht existenziell angewiesen, der Mensch ist auf die Jahreszeiten existenziell angewiesen. Aber wer hat all diese Dinge erschaffen? Wer? Wer hat den Menschen mit so viel Barmherzigkeit und immer noch all diese Jahre, wer hat diesen Menschen mit Barmherzigkeit behandelt oder hat all diese Dinge für den Menschen vorbereitet. An ein allweiser, allmächtiger Schöpfer. Denn wir Menschen, wir Menschen, das intelligenteste Wesen auf diesem Planeten, das so viel studiert und lernt und neugierig ist, wir sind nicht imstande, diese Dinge zu kreieren oder zu erschaffen. Das heißt die wichtige Frage, warum? Warum hat mich dieser Schöpfer so geehrt und wie kann ich mich dieser Würde, wie kann ich mich dieser Ehre würdig erweisen? Wie kann ich auf diese Liebe antworten? Deswegen wird der Mensch als Mikrokosmos beschrieben. Ein kleines Wesen, das den Kosmos in sich trägt. Und hier heißt es ja auch, ferner ist die Liebe das Licht dieses Kosmos und sie ist sein Leben. Das heißt, ohne diese Liebe, ohne diesen Respekt, ohne diese Würde, die wir spüren und bezeugen im Universum. Jedes Mal, wenn ich draußen spazieren gehe in der Nachbarschaft, es gibt so viele Eichhörnchen, aber keiner dieser Eichhörnchen attackiert mich oder greift mich an. Oder springt irgendwie auf meinen Kopf oder verletzt mich oder hat einen Unfall und landet irgendwie auf meinem Kopf. Und es sind hunderte von Eichhörnchen draußen, die die ganze Zeit auf diesen Bäumen springen und sich bewegen. Dann all diese anderen, diese Vögel, diese wilden Vögel, die um einen herumfliegen und einen respektieren und würdigen, einen nicht attackieren, sondern die Grenzen von Allah schätzen. Das ist diese Liebe. Aber wer initiiert das? Wer gibt diesen Tieren diese Einsicht? Wer leitet diese Geschöpfe, dass sie dann uns nicht schaden? Oder wer hält die Ozeane in Schach, damit die Wellen uns nicht zerstören? Oder wer hält die Erde stabil, damit wir nicht durch Erdbeben verletzt werden? Hin und wieder bezeugen wir uns, sehen wir und spüren wir. Wir erfahren diese Dinge. But diese Erlebnisse sind dazu da, dass sie uns auf etwas aufmerksam machen. Wir denken, das ist alles normal, es ist nicht normal und ordinär. Wir schwimmen, wir fliegen im All. Und wie es die Astronauten der Artemis erklärt haben, wir sind das größte Wunder. Wir müssen uns selber im Spiegel anschauen und denken, wow, Subhanallah, aller Lob, aller Preis, gebührt Allah. Ich habe so viele unendliche Fähigkeiten in mir. Ich entdecke mich ständig. Und wer hält all diese anderen Geschöpfe in Schach? So damit ich mich in Sicherheit auf dieser Welt bewegen kann. Ohne Angst, ohne Furcht. Keiner dieser Geschöpfe greift mein Haus an, meinen Garten an, meinen Körper an. Alles respektiert mich, alles operiert und bewegt sich in diesen gottgegebenen Grenzen. Das ist die Liebe von Allah, die Barmherzigkeit. Es hätte auch anders sein können. Die Bienen und die Ameisen und die Eichhörnchen und die Vögel. Alles kann den Menschen auch ein Feind sein, aber wir erfahren die Schöpfung als Freund. Alles ist miteinander verbunden. Wir reden über die komplexe Biodiversität, das komplexe Leben, wo jeder Teil in der Schöpfung miteinander verbunden ist. Und das ist nicht einfach nur durch Zufall. Wir wissen, dass ein Gesetzgeber an allweiser, allmächtiger, albarmherziger Schöpfer am Werk ist. Die ganze Zeit. Und diese Astronauten und alle Wissenschaftler beschäftigen sich immer noch weiterhin mit den Geheimnissen, Mysterien des Universums. Es ist so viel, dass wir immer noch nicht wissen. Allahs Wissen ist unendlich. Und der Koran spricht darüber, dass Allahs Wissen ist unendlich. Und wir haben überhaupt keine Ahnung, was uns noch erwartet. Und wir sind das größte Wunder. Jedes Mal, wenn ich in ein Krankenhaus eintrete, wie viele verschiedene Bereiche gibt es, um den Menschen zu studieren? Kardiologie, Dermatologie, Neurologie, Pädiatrie. So viele verschiedene Schwerpunkte. Der Mensch allein. Und wie viele Jahre studiert ein Mensch über einen ganz bestimmten Aspekt des menschlichen Körpers? Sechs Jahre? Dann spezialisiert er sich und dann heißt es immer noch, dass dieses Wissen nicht ausreicht. Und wie viel kennen wir denn über das menschliche Gehirn? Sehr, sehr wenig. Sehr, sehr wenig. Aber wir verhalten uns, als ob wir alles wissen. Aber diese Haltung der Demut und Bescheidenheit, ich habe ein bisschen über das Universum erfahren. Und das Wenige zeigt mir schon, dass eine Allmacht am Werk ist, die wir immer noch nicht begriffen haben. Subhanallah. Und wir sollten darüber neugierig sein. Und wir sollten unsere Energie dazu benutzen, um unseren Schöpfer kennenzulernen. Das ist dieses heiligste, das heiligste Wissen, wie sich Allah in diesen verschiedenen Wissenschaften, ob es jetzt Physik, Biologie, Medizin, was auch immer es ist, jeder dieser Wissenschaftsbereiche ist eine Manifestation, eine kleine Widerspiegelung von Allah Wissen. Und jede dieser Bereiche ist ein unendlicher Wissensozean. Alles ist miteinander verbunden, alles ist integriert und holistisch. Es gibt keine. Es gibt keine Division oder es gibt keine Feindschaft im Universum, es gibt keine Differenz, es gibt Einheit in der Diversität, das sehen wir. Man sieht eine Einheit, ein Tawhid, ein Tawhid zur Erinnerung bedeutet, dass man Allah als den einzigen Schöpfer akzeptiert. Es gibt diesen Tawhid, diese Einheit in dieser Vielfalt. Und jeder respektiert jeden. Keiner sagt, warum bist du nicht so wie ich, warum handelst du nicht so wie ich. Das ist so dieses Selbstsüchtige, dieser selbstsüchtige Aspekt, der hier am Anfang erwähnt worden ist. Diese egozentrische Perspektive, dass alles im Universum nach meinen Wünschen, nach meinen Interessen, nach meinen Zielen, nach meinen eigenen Plänen funktionieren muss. Aber wir sehen, das ist nicht der Fall. Wir sehen, dass alles im Universum sich gegenseitig würdigt. Und da bedeutet es dann für den gläubigen Menschen, auch immer in der Hinsicht zu Einheit zu arbeiten, dass man versucht, Menschen zu vereinen, Geschöpfe zu vereinen, verschiedene Gruppen zu vereinen, Familienmitglieder zu versöhnen. Ein gläubiger Mensch ist ein Mensch der Versöhnung, der Vereinigung, des Friedens. Das sehe ich in der Schöpfung, das möchte Allah von uns. Aber das Neffs, dieses selbstsüchtige Nefs, dieses Ego, versucht zu teilen. Ich bin anders, du bist anders. Ich bin Muslim, du bist nicht Muslim. Du bist dies, du bist jenes, du gehörst dieser Gruppe an, du bist die, du gehörst dieser Ethnie, dieser Nationalität, dieser Rasse, dieser Gruppe, du bist aus dieser Muschi, ich bin aus dieser Muschi, du bist aus dieser Messep, ich bin aus dieser Messep, du verfolgst die Strömung, Sunnishia, was auch immer, Christ, Jude, Atheist, aber wenn man wirklich, und um wirklich klar zu sein, diese Unterschiede sind wichtig. Natürlich sind sie wichtig und man sollte sie auch nicht irgendwie verneinen oder leugnen. Aber sie sind nicht das Fundament. Das Fundament ist, dass jeder von uns mit demselben Herz, mit derselben Seele, mit demselben Blut, mit denselben Organen, mit derselben Intelligenz, demselben Verstand, demselben Ego, denselben Gefühlen ausgestattet ist. Das ist so diese universelle Sprache, die wir einsetzen können, die wir benutzen können. Jeder weiß, wie sich Liebe anfühlt, jeder weiß, was Barmherzigkeit bedeutet, jeder weiß, was Großzügigkeit ist, Bescheidenheit, Demut. Jeder weiß, was Einheit bedeutet, Gerechtigkeit, Großzügigkeit, Würde, Ehre, Grazie, all diese Dinge, die uns Allah in der Offenbarung, diese ganzen Tugenden, über die der Koran spricht, Bescheidenheit, Demut, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Fairness, Einheit, Solidarität, Gemeinschaft, Vergebung, Reue, all diese Dinge, diese Tugenden, die schätzen wir alle. Die schätzen wir alle. Und ich bin jemand, der vielen unterschiedlichen Menschen begegnet in meiner eigenen interreligiösen und interkulturellen Arbeit. Und jeder Mensch ist mit derselben Futra, mit derselben Natur ausgestattet. Mit jedem Mensch kann man eine Brücke bauen, mit jedem Mensch kann man eine Verbindung finden. Und vor allem mit Menschen, die unterschiedlich denken. Dass man diesem Bewusstsein, dieses Selbstbewusstsein hat, unterschiedlichen Ideen, Gedanken zu begegnen, dass man nicht diese Furcht hat, dass man sich nicht isoliert. Und das sehen wir auch im Propheten. Er hat nicht dieser Angst, Differenzen zu begegnen. Er hat keine Furcht vor anderen, die anders glauben, anders denken, anders leben. Das geht darauf zurück, weil er, wie gesagt, verankert ist in seinem Glauben. Er teilt Menschen nicht ein, sondern versucht auf dieser menschlichen Basis mit dem Menschen zu kommunizieren und versucht da, Brücken zu bauen und zu verbinden. Und sogar gesund zu disputieren, dass man sogar gesund debattiert, respektvoll und zivilisiert, dass man sich mit verschiedenen Gedanken auseinandersetzen kann, ohne sich irgendwie anzuschreien, ohne irgendwie zu diskriminieren, sondern dass man versucht zu vereinen, aber Einheit bedeutet nicht, dass jeder gleich denken muss. Dass man offen für neue Ideen, für neue Gedanken, für neue Blickwinkel, für neue Perspektiven, dass man denkt, darüber habe ich jetzt nicht so nachgedacht. Das ist jetzt eine Neusichtweise. Und das ist halt so der Segen der menschlichen Gemeinschaft. Jeder von uns hat jeder von uns ist ein Unikat. Jeder von uns hat bestimmte wunderbare Talente, Begabungen und Fähigkeiten. Und ein gläubiger Mensch geht auf dieses Fundament zurück, dass jeder Mensch mit Ehre ausgestattet ist, mit Würde, von Allah. Und allein das ist Grund genug, jedem Menschen mit dieser Ehre, mit dieser Würde zu begegnen, ihn anzuhören, ihm zuzuhören, ihm zu verstehen. Jeder kommt von einem bestimmten Kontext, mit einer bestimmten Erziehung, mit bestimmten Erfahrungen, dass man diese Empathie entwickelt, erstmal zuzuhören, aktives Zuhören. Und wenn man aktiv zuhört, dann findet man auch sehr viele Berührungspunkte. Und wie gesagt, ich bin Alhamdulillah, ein gläubiger Muslim. Ich habe bestimmte Glaubensüberzeugungen, bestimmte Prinzipien in meinem Leben. Aber genau das ist wie im Vorbild des Propheten etwas, was mich verankert. Wenn man verwurzelt ist in diesen Prinzipien, in diesen starken Fundamenten, dann kann man sich auch öffnen, dann hat man auch keine Angst, dann hat man keine Furcht, anderen zu begegnen. Egal von welchem Background der Mensch kommt. Das ist sehr wichtig. Vor allem in diesem Klima der Angst, der Zweifel, der Feindschaft, der Hostilität. Das kann in der muslimischen Gemeinde passieren, aber auch außerhalb, dass man immer zurückkommt zu diesen Fundamenten der Einheit, dass Allah sagt, ihr seid eine menschliche Familie. Dass man das ernst nimmt und versucht, gesunde soziale Bindung zu kultivieren. Und das fängt an im eigenen kleinen Umfeld, in der Familie, dass man versucht, gegenseitig sich zuzuhören und zu kommunizieren, dass man verschiedene Sichtweisen respektiert, dass man sagt, ich stimme dir hier nicht zu, respektvoll, aber ich respektiere deine Meinung. Und dass das dann in die Nachbarschaft, in die lokale Gemeinschaft, in die Gesellschaft sich dann auch, dass sich diese Haltung dann auch da, dass man da auch darüber reflektiert. Aber alles startet, beginnt im Herzen. Das heißt, wenn man im Herzen diese Einsicht entwickelt hat, dass alles im Universum mit Liebe, mit Würde, mit dem Willen von Allah erschaffen ist, das ist genug. Das reicht aus, mich zu motivieren, anderen zu begegnen mit Respekt. Dass man sich dann zivilisiert unterhält und über Unterschiede reden kann. Aber der Mensch ist, Menschen sind nicht so unterschiedlich. Details sind da. Wie gesagt, jeder ist ein Unikat mit sehr einzigartigen Erfahrungen und Erlebnissen. Aber dennoch gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten, an denen man ansetzen kann. Und das ist für mich hier so dieser fundamentale Aspekt im Koran, dass wir alle aus derselben heiligen Quelle entstanden sind, dass wir alle eine Verkörperlichung Allahs Willens sind. Er wollte uns. Und warum können wir uns nicht gegenseitig wollen? Wenn er uns wollte, wenn er diesen Menschen wollte, warum können wir uns nicht wollen? Warum können wir uns nicht respektieren? Warum können wir uns nicht würde behandeln? Warum müssen wir Feindschaft hegen? Nein. Wir müssen zurückkommen zu den Prinzipien, zu den fundamentalen Aspekten, den Basisdingen im Koran. Und das kann dann natürlich auch dieses Klima, dieses giftige Klima der Feindschaft, des Rassismus, des extremen Nationalismus. Ja, all diese Dinge, das sind spirituelle Krankheiten des Herzens, moralische Krankheiten des Herzens. Wenn man in der Welt sich bewegt und alle anderen als fremd ansieht, dann stimmt etwas nicht im Herzen. Da muss man wieder in sich reingehen und fragen, warum sehe ich jeden immer mit so viel Zweifel? Warum begegne ich jemandem mit Zweifel oder mit dieser Reservation, dass man auch dieser Mensch. Da muss ich jetzt vorsichtig sein. Allah möchte, dass wir immer diese Haltung des Husnosan entwickeln, dass man immer das Beste im Menschen annimmt. Der Mensch ist generell mit Gutem ausgestattet, hat das Potenzial zu Gutem und dass man, wie der Prophet Sassam, immer an das Gute im Menschen glaubt. Wir wissen nicht, ob derjenige, der gestern gesündigt hat, morgen der beste, wie sagt man, Heilige wird. Es gibt so viele Storys von Menschen, die sich radikal verändert haben, transformiert wurden in der Zeit des Prophetens Hassam, aber auch in der Menschheitsgeschichte. Dass man sich gegenseitig nicht aufgibt, dass man immer jedem Menschen mit dieser guten Haltung begegnet, dass man im Menschen immer das Gute annimmt, dass man an den Menschen glaubt. Und wenn man diese Haltung hat, dann wird das auch von dem Gegenüber erfahren. Er fühlt das. Und das ist etwas, was man natürlich, an dem wir arbeiten müssen, alle, jede Einzelne von uns. Wenn wir wirklich genau wie die Schöpfung harmonieren wollen, dann müssen wir uns gegenseitig erstmal wollen. Aber viele Menschen wollen nicht zusammenleben. Ob das jetzt in Deutschland ist oder in Amerika oder in anderen Staaten, viele Menschen wollen nicht zusammenleben. Die sehen den anderen als Gefahr, als eine Last, als eine destruktive Kraft, den anderen mit Angst begegnen, mit Furcht, mit Feindschaft. Das ist so dieses globale Klima derzeit. Feindselig und Misstrauen. Das sind alles spirituelle Krankheiten des Herzens. Viele Menschen glauben, dass mehr Grenzen, höhere Mauern die Lösung ist zu allen Problemen. Und ich sage nicht offene Grenzen überall, ich sage nur, die Mauern müssen erstmal im Herzen fallen. Wer bin ich und wer ist der andere? Wir kommen beide aus der heiligen Quelle. Wir sind beide gewollt. Warum können wir uns nicht? Warum können wir uns nicht beide wollen? Warum lehnen wir uns einander ab? Woher kommt diese ablehnende Haltung? Das sind die Fragen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen in dieser Atmosphäre der Phobie. So viele Phobien, so viel Angst und Furcht vor anderen Menschen. Dabei möchte jeder dasselbe. Jeder möchte gesehen werden, geschätzt werden, jeder möchte geliebt werden, gewürdigt werden, jeder möchte in Sicherheit leben, jeder möchte für seine Familie sorgen, jeder möchte eine Gelegenheit, eine Chance, dieses gute Potenzial in einem auszuleben, dass man seine Kapazitäten, seine Talente, seine Begabung ausleben kann. Jeder möchte dasselbe. Jeder möchte dieses Potenzial des Guten zum Ausdruck bringen. Wir sind nicht so alle unterschiedlich. Wir sind eigentlich, wir wollen alle dasselbe. Wir wollen das Gute für uns selbst, für unsere Kinder, Familien, für unsere Gemeinschaft. Und wie gesagt, wir wollen alle mit Würde und Wertschätzung leben. Das tut weh, wenn andere uns nicht wertschätzen und wenn wir andere nicht wertschätzen. Und der Mensch ist am glücklichsten mit Menschen. Der Mensch ist am glücklichsten in der Gemeinschaft, in einer Gemeinschaft, die einen würdigt und die einen unterstützt und die einen motiviert. Das sind sehr, sehr, sehr wichtige Aspekte. Das heißt, wenn wir erkennen, dass die Liebe der Kern dieses Kosmos ist, vielleicht können auch wir dann gegenseitig uns mit mehr Barmherzigkeit begegnen. Nicht, weil der Mensch es verdient, sondern weil wir Allah erkennen und weil wir ihn lieben und würdigen möchten und ihn ehren. Deswegen ist diese Geschichte im Koran über Iblis, über Shaitran so wichtig, über den Satan. Er war ein sehr religiöser, sehr religiös, er war sehr religiös, hat Allah angebietet, war Allah treu. Aber als Allah ihn aufgefordert hat, eine bestimmte Handlung durchzuführen, den Propheten Adam den Menschen zu würdigen, hat er abgelehnt. Das ist, was die muslimischen Gelehrten als den ersten Fall von Rassismus sehen. Dass man diese eigene Logik, diese selbstsüchtige Logik an den Tag bringt und sagt, er ist anders als ich. Warum soll ich mich denn ihm gegenüber würdig erweisen? Warum soll ich mich denn verbeugen oder niederwerfen vor ihm? Ich bin besser als er. Das ist diese Iblisi-Logik, diese selbstsüchtige Herangehensweise an den anderen, dass man sagt, ich bin besser als der. Und dieserjenige, vor allem wenn er mich schlecht behandelt, ich werde ihn nicht gut behandeln. Es geht nicht darum, wie der andere dich behandelt. Es geht darum, wer du bist. Wenn du eine Verbindung mit, wenn ich eine Verbindung mit Allah habe, dann reicht das aus. Wenn Allah sagt, verbeuge dich vor eine Arme, dann reicht das aus. Allah, du hast diese Ameise erschaffen, um dich zu würdigen. Weil ich dich liebe, werde ich auch diese Ameise wertschätzen. Das ist diese Haltung, wie sich der Mensch im Universum bewegt. Seine Liebe ist mit Allah verankert. Seine Liebe ist zu Allah. Sein Versprechen ist für Allah. Und alles andere ist nur ein Ausdruck dieser Liebe. Ich liebe dich so sehr. Ich liebe dich so sehr, Allah. Ich möchte nicht mit diesem Menschen reden. Ich mag diesen Menschen nicht. Aber für dich, Allah werde ich mich überwinden. Und wenn man das macht, dann hat man wirklich sein Potenzial ausgeschöpft. Ja, Allah, ich möchte diesen Menschen nicht vergeben. Dieser Mensch ist so grausam gewesen, hat mich so verletzt. Aber für dich, Allah, weil du Vergebung, weil du Al-Rafar bist, der all vergeben und weil du diejenigen liebst, die vergeben, für dich tue ich das. Für dich werde ich mich versöhnen. Für dich werde ich mich wieder vereinen. Für dich werde ich Brücken bauen. Und das sind diese Menschen, diese spirituellen Helden, auf die wir aufschauen. Die Menschen, die Dinge getan haben, wo wir gedacht haben, ich wäre dazu niemals imstande gewesen. Nach dem, was dem, was alles passiert ist, ich hätte diesen Menschen nicht mehr geben. Aber das sind so die Menschen, auf die ich aufblicke, die so viel Schlimmes erfahren haben, wie der Prophet Sassam. Folter, Unterdrückung, Beleidigung, Hunger, Armut, seine eigenen Menschen, seine eigene Gemeinschaft. Aber dennoch hat er allen vergeben. Er hat die Wurzel des Bösen, allen Übels, alles Leids, ausgelöscht. Wenn er Mekka, als er Mekka erobert hat, hat er was? Eine Amnestie erlassen und gesagt, sallallahu alayhi wa sallam, heute werde ich euch vergeben, so wie Yusuf a. Prophet Josef seine Familie, seinen Brüdern vergeben hat. Wow! Wow, subhanallah. Das ist für uns dieses unsterbliche Vorbild. Ein Mensch, der in der Lage ist, sich selbst zu überwinden, sein Ego zu überwinden für eine heiligere, höhere Sache. Aber man kann das nur, wenn man in dieser unendlichen Liebe verankert ist. Man kann Barmherzigkeit mit allen anderen haben, wenn man die unendliche Liebe von Allah erfahren hat. Dann ist man imstande, Berge zu bewegen. Und das war ein Mensch. Deswegen ist sein spirituelles Erbe, sein moralisches Erbe immer noch unser Wegweiser für heute. Da der Mensch die vielseitigste Frucht dieses Kosmos ist, ist die Liebe, die den ganzen Kosmos so emhöhen kann in sein Herz, dass der Kern dieser Frucht ist denn eingelegt. Das heißt, hier ist die frohe Botschaft für uns alle. Die Liebe für den ganzen Kosmos ist in unserem Herzen. Wow, ich habe darüber jetzt niemals so nachgedacht. Das heißt, ich bin imstande, zu allem Liebe zu ergen. Das heißt, Allah hat in mir die Kapazität erschaffen, dass ich alles leben kann. Ich kann alles umhüllen, weil alles ist mit mir verbunden. Deswegen schmerzt mich auch alles, wenn etwas passiert. im Universum. Deswegen leide ich auch, wenn etwas passiert in einem anderen Land, wenn Kinder sterben oder wenn ein Tier vom Aussterben bedroht ist, dann berührt mich das. Weil ich eine tiefe Liebe mit dem Kosmos hege. Alles, die Liebe zum Kosmos, zum Universum ist in mein Herz eingepflanzt von Allah. Aber da ist auch die frohe Botschaft. Das heißt, ich kann immer wieder zu mir selbst zurückkehren und den Schlüssel finden. Ich habe den Schlüssel, um mich mit allem zu vereinen. Ich kann alles lieben, ich kann alles wertschätzen, ich kann alle Menschen respektieren. Ich brauche nicht ihre Haltung zu legitimieren, ihre schlechten Haltungen und Taten. Oder destruktiven Taten. Aber ich kann jeden Menschen würdigen, jedem Menschen Ehre erweisen. Ich muss nicht einen anderen zerstören, um zu existieren. Ich muss keine Mauern bauen, um mich zu schützen vor dem anderen. Der andere ist kein Fremder, der andere ist nicht mein Feind. Der andere ist nicht eine Last, eine Böde, eine Erschwernis. Der andere ist mit mir verbunden. In ihm erkenne ich mich selbst. Das heißt, der Schlüssel, um alles zu würdigen, ist in unserem Herzen. Die Liebe für den ganzen Kosmos ist in unserem Herzen. Deswegen erfahren wir Freude, aber wir erfahren auch Schmerz. Wenn es anderen Menschen nicht gut geht, dann berührt es uns. Wir können nicht desinteressiert sein oder irgendwie annehmen, dass das uns irgendwie nicht beeinflusst. Alles, was in der Welt, im Universum passiert, hat einen Einfluss, einen guten und negativen Einfluss auf unser eigenes Leben. Wir sind alle miteinander verbunden. Wir können nicht voneinander weglaufen. Wir können nicht Türen schließen, Maum bauen und verleugnen, dass andere Menschen leiden. Wir sind alle betroffen, wir sind alle verantwortlich, wir sind alle miteinander verbunden. Allah hat diese Verbundenheit in uns verankert. Uns ganz wichtig, dass wir erst mit ihm verankert sind, dass wir das nicht vergessen. Dass wir unsere tiefe Beziehung, unsere tiefe Bindung zu Allah nicht vergessen. Denn das ist der Schlüssel zu allem. Wenn wir ihn gefunden haben, dann finden wir auch zueinander. Eine solche grenzenlose Liebe kann nur derjenige verdienen, der grenzenlose Vollkommenheit besitzt. Das heißt, unsere Liebe, unsere Bindung gebührt Allah zuerst, absolut und in seinem Namen können wir dann alles andere. Können auch wir alle anderen Menschen respektieren.